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4. 150 Jahre Solferino - Themen, Termine und Ideen

"Tradition, das ist die Bewahrung des Feuers, nicht die Anbetung der Asche"
(Gustav Mahler)

In den 150 Jahren hat die Rotkreuz-Idee die größte Hilfsorganisation der Welt entstehen lassen. Helfen nach dem Maß der Not ist die oberste Devise. Wir haben Ihnen hier eine Reihe an Themen, Terminen und Ideen aufgelistet, die die Vielfalt der Bewegung spiegeln.

4.1. "Die Geschichte einer Idee"

Tagesschau-Sprecher und Rotkreuz-Botschafter Jan Hofer war so freundlich, die deutsche Version des Animations-Film "Die Geschichte einer Idee" zu sprechen. In knapp zehn Minuten erscheint ein bewegendes Bild der Situation 1859 und der Entwicklung zur heutigen
weltumpsannenden Rotkreuz-Gemeinschaft. Auf You Tube können Sie den Film sehen hier http://www.youtube.com/DRKonline  und hier zum Selbstkostenpreis bestellen.

4.2. Menschlichkeit im Krieg – Humanity at War

Weltbekannte Fotografen wie James Nachtwey dokumentieren in diesem Jahr die Arbeit des Roten Kreuzes auf den "Schlachtfeldern von heute" – in sieben Krisenregionen in Afrika, Asien und Europa. Seit Mai werden die entstandenen Fotos in New York und an 40 weiteren Orten der Welt gezeigt.

Hier finden Sie eine Auswahl der Fotografien auf der Seite des Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK-ICRC).

Our-World-At-War-hi-res.pdf (4 MB)

Außerdem gibt es einen Fotoband "Humanity at War", der ebenfalls seit Mai zu haben ist und die Schrecken des Krieges aufzeigt, aber immer auch die Hoffnung und die Hilfe, die von den Helfern geleistet wird. Die Fotografen haben dem Roten Kreuz 2009 die Rechte an den Bildern überlassen.

Hier eine Auswahl von Bildern aus dem Buch als pdf Humanity in War Exhibit1.pdf (3.7 MB)

4.3. Humanitäres Völkerrecht und Suchdienst

Das Rote Kreuz ist auf dem Schlachtfeld geboren. Der Schutz von verletzten Soldaten, von Kriegsgefangenen, der Schutz von Zivilisten im Konfliktfall bis hin zur Familienzusammenführung und zum Suchdienst – all das sind Elemente des humanitären Völkerrechts. Das Humanitäre Völkerrecht ist in den Genfer Konventionen festgeschrieben. Schon in seinem Buch "Erinnerungen an Solferino" beschrieb Henry Dunant Regeln, die seiner Meinung nach für die Opfer von Kriegen und Konflikten gelten sollten. Sie waren die Grundgedanken der Konventionen, die im Laufe der Jahrzehnte (und auf Basis der furchtbaren Erfahrungen zweier Weltkriege) ständig weiterentwickelt wurden.

Aber kann es heute noch einen "humanitär" geführten Krieg geben?

Hat es ihn jemals gegeben? Kann man Krieg als Mittel der Politik akzeptieren? Wie
schult man sudanesische Soldaten und Kämpfer der Hamas, Taliban oder andere Verbände von Kämpfern in der Beachtung des Völkerrechts? Wie wird das Jugendrotkreuz mit Rollen- und Planspielen in die Verbreitung des Völkerrechts eingebunden?

Hier finden Sie alle Informationen zum Humanitären Völkerrecht.

Schon nach der Schalcht von Solferino bemühte sich Henry Dunant die letzten Worte Verstorbener an ihre Angehörigen zu vermitteln. Der Suchdienst ist damit eine der Aufgaben des Roten Kreuzes, das es von vielen anderen Hilfsorganisationen unterscheidet. Jedes Jahr klären die Suchdienste rund 2.000 Anfragen in Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg. Doch ihre Aufgaben gehen viel weiter. Sie helfen bei der Aufklärung von Schicksalen aus Zeiten der DDR ebenso wie nach australischen Buschfeuern oder im Gaza-Streifen. Hier der Link zum Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes.

Vom 23. Juni 2009 bis in den Juli hinein werden Rotkreuzler aus aller Welt nach
Italien, nach Solferino südlich des Gardasees reisen, um dort der Schlacht und Henry Dunants zu gedenken.

Allein aus Deutschland schicken zehn Landesverbände Jugendliche in ein internationales Camp in die Nähe des ehemaligen Schlachtfelds. In einem humanitären Dorf wird die heutige Arbeit präsentiert von Erster Hilfe bis zu den Mobilen Nothilfeeinheiten (ERU), die aktuell bei der Cholera-Epidemie in Simbabwe im Einsatz waren. Höhepunkt ist die Fiaccolata – ein Fackelzug von etwa 7.000 Rotkreuzlern zur Gedenkstätte am 27. Juni. Danach wandern rund 300 Jugendliche von Solferino nach Genf – auf den Spuren Henry Dunants. Am 2. Juli soll eine dort entstandene Jugendcharta der UN präsentiert werden.

Weitere Informationen zu 150 Jahre Solferino finden Sie hier:
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