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DRK-Kreisversammlung 2015: Rettungswagen rücken 8320 mal aus, DRK-Kreisverband blickt auf arbeitsreiches Jahr

Alleshausen: Der DRK-Kreisverband Biberach ist nach wie vor die mitgliederstärkste Hilfsorganisation im Landkreis Biberach. Bei der Jahreshauptversammlung nannte Vorsitzender Peter Schneider, MdL, einige markante Zahlen und ehrte langjährige Mitglieder. Dank, Lob und Anerkennung brachten die Grußwortredner auf den Punkt.

Text/Fotos: Carmen Bogenrieder-Kramer

Walter Holderried sprach in Vertretung des Landrats und bedankte sich beim Roten Kreuz im Namen aller Bürger des Landkreises für die "erbrachten Hilfeleistungen im Dienst am Nächsten, auch für das vorbildliche, herausragende, wichtige ehrenamtliche Engagement".

Bürgermeister Klaus Ulmschneider hieß die Mitglieder des DRK in seiner Gemeinde, in der Federseehalle, willkommen und betonte: "Das Rote Kreuz ist für uns alle ein wichtiger Partner - kommunal und weltweit". Dann widmete er ein Gedicht von Monika Minder allen Rotkreuzmitgliedern "Ein kleines Wort - Danke - findet zu dir, weil große Worte für alles was ich sagen möchte, zu klein sind dafür".

Der Vizepräsident des DRK-Landesverbandes, Wolfgang Haalboom, bescheinigte dem Roten Kreuz im Landkreis Biberach eine besondere Führungsposition und sagte mit Blick auf die aktiven Ortsverbände "der Einzelne addiert, das Team multipliziert". Er bedankte sich bei Peter Schneider und dem gesamten Kreisverband für den "gelebten Rotkreuzgedanken".

Was damit gemeint war, wurde beim Jahresrückblick 2014 deutlich. Peter Schneider verwies auf den als Broschüre gedruckten Geschäfts- und Tätigkeitsbericht des Kreisverbandes und beleuchtete einige Bereiche genauer. Dabei war unter anderem zu erfahren, dass sich der 'Hausnotruf" weiterhin äußerst positiv entwickelt und mittlerweile von über 800 Menschen als "Sicherheit auf Knopfdruck" genutzt wird. In der Notfallrettung seien zehn Rettungswagen genau 8320 Mal ausgerückt, um notfallmedizinische Hilfe zu leisten. Dazu Schneider: "Das entspricht einer Steigerung von sage und schreibe 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr". Sorge bereite ihm die Tatsache, dass dabei nur noch 18 686 Einsatzstunden ehrenamtlich abgedeckt werden konnten. Sechs Jahre zuvor seien es noch über 30 000 Stunden gewesen. Dieser Rückgang müsse nun durch hauptamtliches Personal aufgefangen werden. Auch bei den passiven Mitgliedern habe es einen Rückgang von gut 800 Fördermitgliedern gegeben, weshalb jetzt auf die bereits begonnene Haustürwerbeaktion gesetzt werde. Zum Bereich Blutspende sagte Schneider: „Im Jahr 2014 kamen bei 73 Blutspendeaktionen genau 14 368 Menschen um ihr Blut zu spenden“. Das sei ein bemerkenswertes Zeichen der Solidarität. Schneider benannte die umfangreichen Ausbildungsmöglichkeiten beim DRK, etwa die Erste Hilfe Kurse oder die Sanitätsausbildung, und dankte allen Aktiven - den Ehrenamtlichen und den 122 Hauptamtlichen für deren Einsatz zum Wohl der Menschen im Landkreis Biberach. Dank gab es auch für Dr. Christopher Maier, der sich als neuer Kreisverbandsarzt wählen ließ und trotz seinem Räuberbart ("Ich bin ein gebürtiger Biberacher und freue mich aufs Schützenfest") ein einstimmiges Ergebnis erhielt.




Bei der Jahresversammlung des Roten Kreuzes sind folgende Mitglieder für ihr unermüdliches, ehrenamtliches Engagement etwa in den Bereichen Sanitätswachdienste, Katastrophenschutz, Breitenausbildung, Blutspendearbeit, Tafelläden, Esssen auf Rädern, geehrt worden:

25 Jahre: Anja Zeh-Kaun und Winfried Batzill (Bad Schussenried), Magdalene Klejnowski (Bad Buchau) und Jutta Fluhr (Riedlingen). 30 Jahre: Georg Fackler (Biberach), Alfons Selg (Bad Schussenried), Ralf Stockart (Laupheim), Gisela Bleichner (Eberhardzell), Ingeborg Münst (Ummendorf) 35 Jahre: Franz Bohner (Bad Schussenried), Wolfgang Beck (Biberach), Gerhard Chowanski (Laupheim), Hans Thanner (Schwendi), Dr. Christa Enderle (Riedlingen) 40 Jahre: Apollonia Haidorf (Biberach), Klara Maria-Theresia Ehrhart (Bad Schussenried), Karl Mast (Eberhardzell), Josef Sonntag (Rot a.d.Rot) 45 Jahre: Rolf Sigmund (Biberach), Adolf Stockart (Laupheim), Trudel Schweizer (Eberhardzell), Manfred Hafner (Riedlingen), Siegfried Nadig (Rot a.d.Rot) 50 Jahre: Ursula Bösing (Biberach) und Heinz Steinrock (Bad Schussenried) 55 Jahre: Willi Schnurrer (Bad Buchau) und Franz Josef App (Riedlingen) 60 Jahre: Meinrad Bohner (Bad Schussenried) und Alfons Herrmann (Bad Buchau) 75 Jahre: Georg Ladenburger (Bad Buchau)

Text/Fotos: Carmen Bogenrieder-Kramer

13. Juli 2015 22:42 Uhr. Alter: 3 Jahre