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Joseph-Christian-Schule bekommt jugendliche Schulsanitäter

Riedlingen sz Schüler helfen Schülern: Ein Konzept, das an der Joseph-Christian-Gemeinschaftsschule in Riedlingen von nun an auch für Notfälle gilt. Denn 16 Schüler der Grundschule und 19 der Sekundarstufe werden zu Schulsanitätern ausgebildet. Beim Startschuss in der Mensa waren Schulleiter Markus Bichler, Angelika Bausch als Kursleiterin des Schulsanitärdienstes sowie Manfred Rommel vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) dabei.

Die angehenden Schulsanitäter freuen sich auf den Beginn der Ausbildung mit Kursleiterin Angelika Bausch und Manfred Rommel vom Deutschen Roten Kreuz. Foto: Leo Suchan (Schwäbische Zeitung)

Schulleiter Bichler begrüßte die 35 Schüler und freute sich, dass sich so viele zum freiwilligen Sanitärdienst bereiterklärt hatten. „Ihr lernt etwas, wovon wir Erwachsenen auch noch etwas lernen können.“ Anschließend fragte er in die Runde, wofür denn ein Schulsanitärdienst überhaupt gebraucht werde. Ein kleines Mädchen erklärte, dass man einem verletzten Schüler schnell helfen könne, noch bevor der Krankenwagen einträfe. Ein Junge meinte, dass auch Menschen mit schlimmeren Verletztungen verarztet werden können. Im Rahmen des Schulsanitäterprogramms werden die Grundschüler zu sogenannten Juniorhelfern und die Schüler aus der Sekundarstufe zu Schulsanitätern ausgebildet.

„Ich freue mich, dass so viele Kinder gekommen sind“, sagte auch Kursleiterin Bausch. Sie habe schon zwei Gruppenstunden mit den angehenden Schulsanitätern erlebt und sei begeistert über den Einsatz der Schüler. Sie hob besonders das Stichwort „Menschlichkeit“ hervor. Denn das DRK versuche überall auf der Welt, Leid zu verhindern und einen dauerhaften Frieden zu erreichen. „Und ihr habt euch auch bereiterklärt, euch um Menschen in Not zu kümmern.“


Bausch zitierte dazu den Refrain aus dem Lied „Menschlichkeit“ der Popgruppe Pur: „Das, was uns führt, was uns berührt, ist Menschlichkeit, die göttlich und menschlich bleibt.“ Was im Leben also zähle, seien menschliche Begegnungen. Von den Schulsanitätskursen würden die Kinder profitieren und Erfahrungen sammeln.


Anschließend richtete Manfred Rommel, erfahrener DRK-Rettungssanitäter, das Wort an die Schüler. Ein Schulsanitätsdienst sei nicht selbstverständlich: „Das ist eine super Sache; ihr habt eine super Lehrerin, die super vorbereitet ist.“ Er dankte dem Schulleiter und besonders Angelika Bausch, die „mit viel Engagement und Herzblut“ den Kurs führen würde.

Rommel griff ebenfalls das Stichwort „Menschlichkeit“ auf und erklärte, dass die Menschlichkeit, die sich schon von Geburt an in den Kindern befände, durch die Schulung geformt und gefördert würde. Dabei unterstütze das DRK die Schule; er werde aber nicht in den einzelnen Kursen dabei sein. Dennoch könne er sich dafür einsetzen, dass die Schüler beispielsweise einen Rettungswagen besichtigen können. Den Schülern schenkte er für ihren zukünftigen ehrenamtlichen Einsatz zwei Erste-Hilfe-Rucksäcke und zwei Leuchtwesten mit dem Logo des Schulsanitärdienstes.

Text und Bilder: Schwäbische Zeitung Riedlingen - Leo Suchan

12. Oktober 2015 20:44 Uhr. Alter: 2 Jahre