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Der rettende Schock fürs Leben

Modernste Defibrillatoren überwachen Puls, Atmung, EKG, Blutdruck und übermitteln Daten direkt an die Klinik   BIBERACH – Der DRK-Kreisverband hat für rund 500 000 Euro alle seine Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeuge im Landkreis mit neuen modernen Defibrillatoren ausgestattet und damit die aus dem Jahr 2006 stammenden bisherigen Geräte nach zehn Jahren ersetzt.

Der Vorsitzende des DRK-Kreisverbandes, Peter Schneider, zusammen mit dem Geschäftsführer des Rettungsdienstes, Michael Mutschler und Hans-Joachim Seuferlein, stellvertretender Geschäftsführer der AOK Ulm-Biberach, sind stolz darauf, dass alle Rettungswagen im Landkreis mit modernsten Defibrillatoren ausgestattet sind. Foto: Thomas Warnack

Die Defibrillatoren der neuesten Generation, versetzten im Notfall einem kranken Herz nicht nur den rettenden Schock fürs Leben, sondern messen neben dem Blutdruck zudem die Sauerstoffsättigung sowie den Kohenstoffdioxidgehalt in der Atemluft des Patienten.

Neu ist auch eine sogenannte Telemetrie-Komponente der Geräte: So können zukünftig bereits vom Notfallort Patientendaten und EKG-Bilder beispielsweise in die Notaufnahmestation der Klinik gesendet werden, in welche der Patienten eingeliefert wird. Dort kann das ankommende EKG von einem Facharzt beurteilt und die innerklinischen Abläufe können bereits vor dem Eintreffen des Patienten in Gang gesetzt werden.

Dadurch kann die lebensrettende klinische Therapie noch schneller als bisher eingeleitet werden. Vor allem Herzinfarktpatienten und Patienten mit lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen profitieren von dem lückenlosen Monitoring vom Einsatzort bis zur Klinik.

Die neuen Defibrillatoren vom Typ Corpus C3 zählen zu den besten derzeit auf dem Markt erhältlichen Geräten und wurden auf Empfehlung des ehemaligen ärztlichen Leiters des Rettungsdienstes, Dr. Frank Nebbe, angeschafft. Die Kosten dafür übernehmen anteilig die Krankenkassen im Landkreis, an erster Stelle hier die AOK Ulm-Biberach, da der größte Teil der Kreisbewohner AOK-versichert ist.

Der Vorsitzende des DRK-Kreisverbandes, Peter Schneider, und Michael Mutschler, Geschäftsführer des Rettungsdienstes im DRK-Kreisverband, sind froh und dankbar, dass der DRK-Kreisverband „dank der leistungsfähigen und leistungsbereiten Kostenträger in der Rettungsqualität ganz vorne mit dabei“ sei. Dies sei, so Peter Schneider, vor allem aufgrund der prosperierenden Wirtschaft in der Region möglich.

„Diese Defibillatoren der neuesten Generation werden zukünftig einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass die Patienten in Biberach im Notfall optimal behandelt werden können. So ist die Gesundheitsversorgung gerade im ländlichen Raum noch besser aufgestellt“, begrüßt Hans-Joachim Seuferlein, stellvertretender Geschäftsführer der AOK Ulm-Biberach, die Investition.

Zwischenzeitlich, so Michael Mutschler, sind die rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rettungsdienst des DRK-Kreisverbandes sowie die Notärzte gemäß der gesetzlichen Vorgaben in der neuen Medizintechnik ausgebildet.

4. Juli 2016 20:18 Uhr. Alter: 2 Jahre