Sie sind hier: Aktuelles » 

IM NOTFALL

NOTRUF 112
Integrierte Leitstelle (ILS)
weitere Informationen

Unwetter im Landkreis Biberach: DRK stellt Bautrockner zur Verfügung

Die Unwetterlage im Landkreis Biberach richtete einen hohen Schaden an. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) war mit verschiedenen Einheiten gefordert. Die Integrierte Leitstelle bearbeitete hunderte Notrufe in wenigen Stunden. Zur weiteren Unterstützung der betroffenen Bürger, stellt das DRK 200 Bautrockner zur Verfügung.

DRK-Kräfte aus Biberach nehmen die 200 Bautrockner des DRK-Bundesverbandes aus Berlin entgegen. Foto: Thomas Warnack

DRK-Kräfte aus Biberach nehmen die 200 Bautrockner des DRK-Bundesverbandes aus Berlin entgegen. Foto: Thomas Warnack

DRK-Kräfte aus Biberach nehmen die 200 Bautrockner des DRK-Bundesverbandes aus Berlin entgegen. Foto: Thomas Warnack

DRK-Kräfte aus Biberach nehmen die 200 Bautrockner des DRK-Bundesverbandes aus Berlin entgegen. Foto: Thomas Warnack

LANDKREIS BIBERACH (ho) - Am Nachmittag des 29. Mai 2016 zog ein verheerendes Unwetter über den östlichen Teil des Landkreises Biberach. Anhaltender Regen lies Gewässer über die Ufer treten, schnell konnten Grünflächen die Wassermassen nicht mehr aufnehmen. Straßen wurden überflutet und unterspült, unzählige Gebäude fielen den Fluten zum Opfer. Binnen weniger Minuten sahen sich die Menschen in weiten Teile des Landkreises dem Unwetter ausgeliefert.

In der Integrierten Leitstelle für Feuerwehr, Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz in Biberach, gingen hunderte Notrufe ein. Dienstfreies Personal wurde alarmiert, um die Flut an Notrufersuchen entgegenzunehmen. Bis in die tiefen Nachtstunden waren zehn Einsatzsachbearbeiter beschäftigt, die Einsatzkräfte zu koordinieren. Hierzu wurde parallel die Führungsgruppe der Feuerwehr in der Integrierten Leistelle eingerichtet.

Aufgrund der ausgeprägten Unwetterlage wurden Einheiten des Bevölkerungsschutzes hinzugezogen. Ehrenamtliche Einsatzformationen des DRK aus Biberach, Erolzheim, Laupheim, Ochsenhausen, Riedlingen und Schwendi wurden alarmiert. Kernaufgaben waren die sanitätsdienstliche Absicherung der Einsatzkräfte und vor allem die Betreuung der in Not geratenen Bürgerinnen und Bürger.

In der von den Wassermassen massiv betroffenen Gemeinde Maselheim, wurde in der dortigen Gemeindehalle eine Notunterkunft eingerichtet. An verschiedenen Einsatzstellen kümmerte sich das DRK um die Verpflegung von Helfern und Betroffenen.

Teils dramatische Situationen zeichneten sich für den DRK-Rettungsdienst ab. Wetterbedingt ereigneten sich zeitgleich mehrere Verkehrsunfälle und Notfälle bei den Rettungsmaßnahmen betroffener Hausbesitzer. Sehr früh wurde auch in diesem Bereich dienstfreies Personal alarmiert. Die Fahrer der Rettungsmittel hatten große Mühe, alle Einsatzstellen zu erreichen. Teils mussten große Umwege in Kauf genommen werden, da Straßenabschnitte wegen Überflutung nicht passiert werden konnten.

Die DRK-Geschäftsführer Michael Mutschler und Peter Haug machten sich vor Ort ein Bild der Lage und unterstützten bei der Koordinierung der Maßnahmen. „Wir sind über das Ausmaß der Unwetterlage fassungslos.“ sagt Michael Mutschler. Mit der Arbeit seiner Mitarbeiter und der Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen ist er zufrieden. „Im Ernstfall können wir uns auf alle unsere Partner verlassen.“ so Mutschler weiter. Für die betroffenen Bürgerinnen und Bürger wurden beim DRK-Logistikzentrum in Berlin-Schönefeld 200 Bautrockner angefordert.

Noch bevor der Schaden des Unwetters am Sonntag beseitigt werden konnte, wurde am Montag in den Abendstunden von der Leitstelle in Biberach erneut Alarm ausgelöst. Wieder mussten unzählige Einsatzkräfte koordiniert werden. „Unsere Mitarbeiter stehen in ständigem Kontakt zum Deutschen Wetterdienst und beobachten die Entwicklungen kritisch.“ sagt Mutschler. „Wir gehen kein Risiko ein. Neuer Regen kann von den Oberflächen nicht aufgenommen werden, wir müssen also immer einen Schritt voraus sein.“

3. Juni 2016 18:16 Uhr. Alter: 2 Jahre