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IM NOTFALL

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Helfen macht Schule - Voraussetzung zur Ersten Hilfe sind Wollen, Wissen, Können

Aufmerksam sein, sofort helfen, sich kümmern, trösten und bei größeren Notfällen Hilfe holen – zu erkennen, wann jemand Hilfe braucht, wie man selbst helfen kann und was im Notfall zu tun ist, das haben die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Erolzheim beim Helfertag gelernt.

Beim Helfertag an der Grundschule Erolzheim konnten sich die Kinder gruppenweise den auf dem Schulhof geparkten Rettungswagen anschauen. Manfred Rommel vom DRK-Kreisverband Biberach erklärte ihnen die Ausstattung und was wofür gebraucht wird. Foto: Gabi Ruf-Sprenger

Beim Helfertag an der Grundschule Erolzheim konnten sich die Kinder gruppenweise den auf dem Schulhof geparkten Rettungswagen anschauen. Manfred Rommel vom DRK-Kreisverband Biberach erklärte ihnen die Ausstattung und was wofür gebraucht wird. Foto: Gabi Ruf-Sprenger

An insgesamt acht Stationen lernten die Kinder der Grundschule Erolzheim beim Helfertag wie sie anderen in Notsituationen helfen können. Foto: Gabi Ruf-Sprenger

Die professionelle Notfallhilfe im Landkreis Biberach hat ein hohes Niveau. Trotzdem gibt es Situationen, in welchen es sofort auf schnelle Hilfe im direkten Umfeld eines Verletzten ankommt oder solche, in denen zwar kein Notruf, aber trotzdem Hilfe notwendig ist. Voraussetzungen für die Erste Hilfe sind jedoch: wollen, wissen und können. Damit schon Kinder lernen, wie sie im Notfall helfen können und dies auch immer wieder einüben, gibt es in Baden-Württemberg das Juniorhelferprogramm: Schülerinnen und Schüler an Grundschulen werden im Rahmen dieses Programms durch entsprechend fortgebildete Lehrer geschult und durch die Fachkräfte des DRK unterstützt. Im Landkreis Biberach ist dafür der Kreisausbildungsleiter und Koordinator für Schul- und Jugendarbeit des DRK-Kreisverbandes Manfred Rommel verantwortlich.

Trost ist mehr als nur ein Pflästerchen


An der Grundschule Erolzheim bildet Klassenlehrer Alexander Franken seit 2013 in einer Arbeitsgemeinschaft (AG) sogenannte Juniorhelfer aus. Diese können während der großen Pause, ausgestattet mit Kühlkoffer, Verbandsrucksack und Trostbärchen bei Bedarf Erste Hilfe leisten. Die jungen diensthabenden Ersthelfer tragen eine Sicherheitsweste und ein Schulsanitäterschildchen an ihrer Jacke. Auch während der Unterrichtszeit sind sie für ihre Mitschüler Ansprechpartner und besorgen im Bedarfsfall ein Kühlpad oder auch mal ein frisches Pflaster.

Als Anerkennung für das Engagement von Lehrer Franken und den Juniorhelfern der AG fand der landesweite Helfertag an Grundschulen, den der DRK-Kreisverband einmal jährlich an einer anderen Schule im Landkreis abhält, dieses Jahr in Erolzheim statt. Zusammen mit Schulleiterin Alexandra Schäffler-Enßle hat Manfred Rommel vom DRK den Helfertag an der Grundschule Erolzheim organisiert.

Die Schülerinnen und Schüler lernten dabei an insgesamt acht von der AG und den Juniorhelfern vorbereiteten Stationen was im Ernstfall zu tun ist, und dass Trost mehr als nur ein Pflästerchen und sehr wichtig ist in Notsituationen. Vor allem die wichtigen Themen Notruf, Lagerung bei Bewusstlosigkeit, kleine Wunden und Verbrennungen versorgen, was tun bei Sportverletzungen oder Nasenbluten wurden behandelt. Zudem konnten sich die Kinder ein Einsatzfahrzeug des DRK einmal ganz aus der Nähe anschauen: Auf dem Schulhof parkte ein neuer Rettungswagen und Manfred Rommel erklärte die Ausstattung des Wagens und beantwortete die Fragen der Kinder.

Für die erfolgreiche Teilnahme am Grundschulhelfertag erhielten alle 136 Schülerinnen und Schüler von Manfred Rommel eine Urkunde.

17. November 2016 10:36 Uhr. Alter: 1 Jahre