Sie sind hier: Aktuelles » 

IM NOTFALL

NOTRUF 112
Integrierte Leitstelle (ILS)
weitere Informationen

DRK-Präsident und Landrat besuchen die Integrierte Leitstelle

BIBERACH – Der Präsident des DRK-Landesverbandes Baden-Württemberg, Dr. Lorenz Menz, und Landrat Dr. Heiko Schmid haben im Rahmen einer Spendenübergabe das Biberacher DRK-Zentrum im Rot-Kreuz-Weg besucht und sich dabei auch über die technische Ausstattung der Integrierten Leitstelle (ILS) informiert. Mit dabei waren auch die Sozialdezernentin des Landkreises, Petra Alger, und der erste Vorsitzende des DRK-Kreisverbandes Biberach, Peter Schneider.

Der Präsident des Roten Kreuzes, Dr. Lorenz Menz, besichtigt hier zusammen mit Landrat Dr. Heiko Schmid und Sozialdezernentin Petra Alger die Integrierte Leitstelle Biberach und lässt sich vom Vorsitzenden des Kreisverbandes Biberach Peter Schneider und den beiden Geschäftsführern Peter Haug und Michael Mutschler die Vorteile der strukturierte Notrufabfrage und des Geo-Routings erläutern. Foto: DRK/Thomas Warnack

Nach einem Rundgang durch die Verwaltung zusammen mit den beiden DRK-Geschäftsführern Peter Haug und Michael Mutschler besichtigten sie die Einheiten des Katastrophen- und Bevölkerungsschutzes. Anschließend besuchten sie die Integrierte Leitstelle.

Der Präsident des Roten Kreuzes interessierte sich hier besonders für die strukturierte Notrufabfrage. Dabei fragen die ausgebildeten Leitstellendisponenten nach einer klar vorgegebenen Struktur die bei einem Notruf wichtigen Informationen ab. Sie können im Notfall auch Anweisungen zum richtigen Verhalten und bei lebensbedrohlichen Situationen telefonisch zur Ersten Hilfe anleiten.

So erklärte Michael Mutschler auf Nachfrage des Präsidenten, dass pro Monat über die Leitstelle durchschnittlich bis zu zehn Mal eine telefonische Anleitung zur Wiederbelebung gegeben werde.

Gerade in schwierigen Situationen sei durch die strukturierte Notrufabfrage sichergestellt, dass keine wichtigen Informationen vergessen werden, so Mutschler. Und er ergänzt: „Zeitgleich zur Notrufabfrage können somit schneller und effizienter Maßnahmen und Alarmierungen durchgeführt werden.“ Damit erfülle die strukturierte Notrufabfrage die Anforderungen der Leitstelle an Flexibilität und Sicherheit. Über immer identische Fragestellungen wird Zeit gespart, wichtige Informationen werden vorrangig abgefragt - unabhängig vom Disponenten. In der ILS Biberach setzen wir seit April 2014 die strukturierte Notrufabfrage erfolgreich ein, so Mutschler.

Neben der Notrufabfrage trage außerdem eine weitere technische Neuerung zur hohen Leistungsfähigkeit der Integrierten Leitstelle und des Rettungsdienstes bei: Die Rettungsfahrzeuge wurden über GPS an das Geo-Routing der Leitstelle angeschlossen. Damit haben die Disponenten in der Leitstelle nicht nur die Anfahrtsrouten zum Einsatzort im Überblick, sondern können sofort erkennen, ob sich eventuell bereits ein Einsatzfahrzeug in der Nähe des Einsatzortes befindet. Auch dies trage noch einmal zu einer deutlichen Qualitätsverbesserung bei, gerade im Hinblick auf die vorgeschriebenen zeitlich sehr engen Hilfsfristen, erklärte Mutschler.

Insgesamt sei die Integrierte Leitstelle Biberach damit technisch gut ausgestattet. Dazu komme die qualifizierte Ausbildung aller Disponenten der Leitstelle gemäß den landesweit gültigen Vorgaben. Schneider: „Wir sind dankbar, dass die Kostenträger (Krankenkassen) und der Landkreis Biberach die dafür notwendigen Finanzmittel zu Verfügung stellen.

Die ILS Biberach verfügt, als eine der ersten Leistellen in Baden-Württemberg, über Disponenten, die nach den neuen Vorgaben qualifiziert worden sind, so Mutschler. Dies beeindruckte nicht nur Präsident Dr. Menz, sondern auch Landrat Schmid und Sozialdezernentin Alger. Der DRK-Kreisverbandsvorsitzende Peter Schneider sagte abschließend: „Wir können zurecht stolz auf unsere leistungsfähige Integrierte Leitstelle sein.“

Ein gemeinsamer Austausch über die derzeit aktuellen Themen, wie etwa freie Ausbildungsplätze und der Fachkräftemangel im Rettungsdienst, die Hochwassereinsätze und die Hilfseinsätze in Flüchtlingsaufnahmestellen rundeten den Besuch ab.

11. September 2016 01:58 Uhr. Alter: 1 Jahre