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IM NOTFALL

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Dritter Rettungswagen für die Region Biberach

Am 4. Dezember verlegte das DRK einen Rettungswagen von der Hauptwache am Sana-Klinikum nach Ummendorf. Ziel ist die Verbesserung der Hilfsfristen in den südlichen Kreisgemeinden wie Eberhardzell und Hochdorf sowie des südlichen Stadtgebietes von Biberach. Um den Bereich Biberach weiter zu stärken nimmt am 1. Januar 2018 ein weiterer Rettungswagen seinen Betrieb an der DRK-Rettungswache Biberach auf.

Das Thema „Hilfsfristen“ in der Notfallrettung begleitet die Rettungsdienste landesweit. Gefordert ist, dass bei einem Notfalleinsatz die Rettungskräfte in 95% aller Einsätze binnen 15 Minuten an der Einsatzstelle eintreffen sollen. Um diese Forderung aus dem Rettungsdienstgesetz Baden-Württemberg erfüllen zu können, erstellte der DRK-Kreisverband Biberach e.V. als eine der ersten Maßnahmen bereits im Jahr 2015 einen sogenannten „Masterplan zur Einhaltung der gesetzlichen Hilfsfristen“. Dieser zeigt eindeutige Maßnahmen auf, die dazu führen sollen, die Hilfsfristen im Rettungsdienstbereich (Landkreis Biberach) einzuhalten. „Ein im Auftrag des Bereichsausschusses beauftragter Gutachter analysierte das Einsatzaufkommen und bestätigte, was wir schon vermutet hatten.“ sagt der für den Rettungsdienst verantwortliche DRK-Geschäftsführer und stellvertretende Vorsitzende des Bereichsausschusses, Michael Mutschler.

Daher installierte das DRK nach Beschluss in den für den Rettungsdienst zuständigen Gremien in kurzer Zeit eine Behelfsrettungswache am Standort der DRK-Bereitschaft in Ummendorf. Ziel ist es, die Eintreffzeiten im südlichen Kreis- und Stadtgebiet von Biberach möglichst optimal zu erfüllen. DRK-Geschäftsführer Peter Haug macht deutlich, dass das Vorhaben nur dank der vorbildlichen Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde Ummendorf, dem Landratsamt Biberach, der Stadt Biberach, der DRK-Bereitschaft Ummendorf, den Kostenträgern sowie dem für den Rettungsdienstbereich Biberach zuständigen Bereichsausschuss, so kurzfristig realisiert werden konnte.

Rund 40% aller Notfalleinsätze im Landkreis werden durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der DRK-Rettungswache Biberach bedient. Zur Stärkung wird dort am 1. Januar 2018 ein weiterer Rettungswagen in den Dienst gestellt. „Dass wir nun drei Rettungswagen in Biberach betreiben können, verdanken wir mitunter der Tatsache, dass wir schon frühzeitig genügend Personal geplant und eingestellt haben.“ sagt der stellvertretende Rettungsdienstleiter Andreas Braungardt.

Biberachs Oberbürgermeister Norbert Zeidler dankte im Namen der Stadt Biberach den DRK-Vertretern für die engagierte und strategische Vorgehensweise und machte deutlich, dass für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Biberach sowie der gesamten Region die nun veränderten Strukturen ein großer Gewinn sein werden.

DRK-intern hat die Behelfsrettungswache in Ummendorf sowie der dritte Rettungswagen in Biberach einen weiteren positiven Effekt. „Wir sind seit drei Jahren Ausbildungsbetrieb für das Berufsbild des Notfallsanitäters. Mit dem zusätzlichen Fahrzeug können wir unseren Auszubildenden noch mehr Einsatzstellen anbieten.“ sagt Mutschler. Der Rettungswagen, welcher am 1. Januar seinen Dienst aufnimmt, kommt aus dem derzeitigen Fahrzeugbestand des DRK und ist mit den anderen Rettungs- und Notarztwagen des Rettungsdienstes identisch ausgestattet. Die Behelfsrettungswache in Ummendorf ist, wie auch der dritte Rettungswagen an der Hauptwache in Biberach, für einen Probebetrieb von zwölf Monaten geplant. Mutschler: „Dann muss erneut analysiert und überprüft werden, ob unsere Maßnahmen gegriffen haben.“

Das DRK ist mit den Rettungswachen in Bad Schussenried, Biberach, Erolzheim, Laupheim, Ochsenhausen, Riedlingen und jetzt in Ummendorf, der größte Leistungserbringer im Landkreis Biberach. Über 230 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagieren sich kreisweit beim DRK in der Notfallrettung sowie im Krankentransport.

 

20. Dezember 2017 23:40 Uhr. Alter: 26 Tage