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IM NOTFALL

NOTRUF 112
Integrierte Leitstelle (ILS)
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100 000 ehrenamtlich geleistete Stunden um anderen Menschen zu helfen

Es sind nüchterne Zahlen, die die erfolgreiche Arbeit des DRK-Kreisverbandes belegen. Im Vordergrund sollte dabei jedoch vor allem eine Zahl stehen: 100 000 ehrenamtlich geleistete Stunden von 635 aktiven freiwilligen Helfern des Roten Kreuzes im Landkreis Biberach mit dem Willen, anderen Menschen in der Not zu helfen. Nicht vergessen werden sollten dabei neben dem enormen zeitlichen Einsatz der Helferinnen und Helfer auch die Bereitschaft ihrer Familien, dieses Ehrenamt mitzutragen.

6 773 mal rückten im vergangenen Jahr die zehn Rettungswagen der Notfallrettung Biberach, Bad Schussenried, Erolzheim, Laupheim, Ochsenhausen und Riedlingen aus, um notfallmedizinische Hilfe zu leisten. Der DRK-Kreisverband weiß wie wichtig diese Notfallrettung und eine moderne Ausstattung der Rettungswagen sind und hat deshalb eine halbe Million Euro in acht neue Fahrzeuge investiert. Allein in der Notfallrettung wurden 18 757 ehrenamtliche Stunden im vergangenen Jahr geleistet.

Welche wesentliche Rolle die hauptamtlich und nun auch doppelt mit insgesamt 17 Mitarbeitern besetzte integrierte Rettungsleitstelle im Kreis Biberach spielt, und dass sie hier dringend gebraucht wird, machen die Vermittlungszahlen deutlich: 25 244 mal hat die Leitstelle im vergangenen Jahr den schnellen und reibungslosen Einsatz der jeweiligen Rettungskräfte vermittelt.

Die Zahl der Krankentransporte ist um 800 Einsätze im Vergleich zum Vorjahr auf insgesamt  9 135 angestiegen.


5 330
Bürgerinnen und Bürgerinnen haben im vergangenen Jahr in insgesamt 388 Lehrgängen des DRK-Kreisverbandes gelernt, wie sie anderen Menschen in Notsituationen helfen können.

Rund 800 Menschen mit höheren Gesundheitsrisiken im Kreisgebiet haben sich 2013 darauf verlasen, dass sie im Notfall schnelle Hilfe auf Knopfdruck bekommen:
Der DRK-Hausnotruf bietet ihnen größtmögliche Sicherheit und Unabhängigkeit in den eigenen vier Wänden.

14 727
Menschen haben im vergangenen Jahr bei den insgesamt 74 Blutspendeaktionen des DRK-Kreisverbandes Blut gespendet.

Immer mehr Menschen – auch im Landkreis Biberach – sind auf die Unterstützung durch Tafel-Angebote angewiesen. Die drei Tafelläden des DRK-Kreisverbandes in Biberach, Riedlingen und Bad Schussenried leisten hier wertvolle Hilfe, ebenso die Kleiderkammer in Biberach. Getragen wird auch dieser wichtige Tätigkeitsbereich des DRK-Kreisverbandes vom Engagement der 86 freiwilligen Helferinnen und Helfer.


204
Kinder und Jugendliche haben sich im Jahr 2013 in 16 Ortsgruppen im Kreisverband engagiert. Über 14 500 fördernde Mitglieder unterstützen die Arbeit des DRK-Kreisverbandes finanziell.

Info
Fördermitglieder des DRK können spezielle Leistungen in Anspruch nehmen: So bietet das DRK beispielsweise einen weltweiten Rückholdienst bei Krankheit oder Verletzung an. Zudem sind viele Lehrgänge der Breitenausbildung für Fördermitglieder gebührenfrei.

Nachgefragt beim ersten Vorsitzenden des DRK-Kreisverbandes Peter Schneider:
Die Zahl der ehrenamtlich geleisteten Stunden in der Notfallrettung ist rückläufig: Konnte vor fünf Jahren noch mit über 30 000 ehrenamtlich geleisteten Stunden geplant werden, waren es 2013 nur noch 18 757 Stunden.

Herr Schneider, worauf führen Sie diese Entwicklung zurück:
Land auf Land ab wird es überall insbesondere für die großen Wohlfahrsverbände immer schwieriger, ehrenamtliche Helferinnen und Helfer zu rekrutieren. Dies ist sicher auf einen allgemeinen gesellschaftlichen Wandel zurückzuführen: Die hohen zeitlichen Anforderungen des modernen Berufslebens lassen vielen Menschen nur noch wenig Raum für ehrenamtliche Aufgaben. Familien wollen mehr von ihrer freien Zeit gemeinsam verbringen. Auch die gesellschaftlichen Werte haben sich mit der zunehmenden Individualisierung verändert und die Freizeitgestaltungsmöglichkeiten sind inzwischen sehr vielfältig. Deshalb müssen wir darüber nachdenken, wie wir es schaffen können, ehrenamtliche Tätigkeit neu zu gestalten.

Durch die zurecht hohen Ansprüche an die fachliche Qualifikation des Einsatzpersonals bei Einsätzen im Bereich der Notfallrettung werden die Möglichkeiten für ehrenamtliches Personal eingeschränkt. Diese fachlichen Qualifikationen zu erreichen, ist sehr zeitaufwändig und von Ehrenamtlichen nur noch unter sehr grossem Aufwand darstellbar. Beispiel:  Die ehrenamtliche Qualifikation zum Rettungshelfer umfasst etwa 260 Stunden, die zum Rettungssanitäter circa 520 Stunden.

Zukünftig wird sich die Situation nicht entspannen, weil dann die Qualifikation zum Notfallsanitäter, eine dreijährige Berufsausbildung in Vollzeit, die Messlatte darstellen wird.“

 Die Finanzen im Überblick:

 

Das Eigenkapital des DRK-Kreisverbandes beträgt bei einer Bilanzsumme von insgesamt 14 Millionen Euro 11,386 Millionen Euro, also 81Prozent. Die Gewinn- und Verlustrechnung ergab in 2013 einen Jahresfehlbetrag von 65 474 Euro. Nach einer Rücklagenentnahme und einer Zuführung in die Rücklagen beträgt der Gewinn 7705 Euro. Der beauftragte Prüfer Oliver Steuer von der RWS Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bestätigte Schatzmeister Walter Hirschle eine geordnete Kassenführung.

Text: Gabi Ruf-Sprenger

18. Juli 2014 08:33 Uhr. Alter: 4 Jahre