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IM NOTFALL

NOTRUF 112
Integrierte Leitstelle (ILS)
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MdL Dörflinger zu Gast beim Roten Kreuz

Biberachs Landtagsabgeordneter Thomas Dörflinger besuchte den DRK-Kreisverband Biberach e.V.. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen unter anderem die aktuellen Entwicklungen im Rettungsdienst und der Integrierten Leitstelle Biberach.

Leitstellen-Disponent Manuel Stärk (sitzend) schildert die Tätigkeiten in der Integrierten Leitstelle Biberach. Stehend von links: DRK-Vorsitzender Peter Schneider, sein Stellvertreter Dr. Ralf Rothenbacher, MdL Thomas Dörflinger, die DRK-Geschäftsführer Peter Haug und Michael Mutschler sowie die stellvertretende DRK-Vorsitzende Dr. Christa Enderle. Foto: Thomas Warnack

Der DRK-Vorsitzende Peter Schneider sowie seine Stellvertreter Dr. Christa Enderle und Dr. Ralf Rothenbacher, durften den CDU-Landtagsabgeordneten Thomas Dörflinger im Biberacher DRK-Zentrum begrüßen.

Dörflinger informierte sich über die vielfältigen Tätigkeitsbereiche der ehrenamtlichen DRK-Gliederungen im Landkreis. DRK-Geschäftsführer Peter Haug beschrieb die Strukturen mit zwölf Standorten und über 800 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. „Mit unseren über 14.000 Fördermitgliedern und einer Bilanzsumme von rund 14 Millionen Euro, sind wir der größte Verein im Landkreis Biberach.“ so Haug. „In unseren Bereitschaften und Ortsvereinen werden jährlich über 100.000 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet.“

Bei der Führung durch die Integrierte Leitstelle zeigte sich Thomas Dörflinger vom Einsatzaufkommen und der Komplexität der Aufgaben beeindruckt. Jährlich werden hier über 160.000 Anrufe entgegengenommen und der Rettungsdienst, die Feuerwehren sowie der Bevölkerungsschutz des Landkreises koordiniert. Hinzu kommen die Vermittlung des Kassenärztlichen Notdienstes, die Betreuung der DRK-Hausnotrufzentrale sowie hunderte aufgeschaltete Brandmeldeanlagen.

Michael Mutschler: „Trotz des wirtschaftlichen Betriebes unserer Leitstelle, sehen wir uns immer wieder mit Diskussionen um die Bildung von Regionalleistellen konfrontiert.“ Schneider machte deutlich, dass ihn die Diskussionen und Überlegungen über Umstrukturierungen in der Leitstellen-Landschaft seit Jahrzehnten begleiten. „Wir kommen hier für Biberach immer wieder zum selben Ergebnis: der Landkreis braucht eine eigene Leitstelle.“ so Schneider. Dies zeichnete sich im vergangenen Jahr abermals bei den ausgedehnten Unwetterlagen mehrfach ab.

Für das DRK gibt es keine tragfähigen Lösungen, wie solche Lagen ohne persönlichen Kontakt bewältigt werden können. „Jeder Entscheidungsträger muss sich bewusst sein, welche enormen Gestaltungs- und Reaktionsmöglichkeiten ein Landkreis mit einer eigenen Leitstelle hat.“ so der Vorsitzende. Die Leitstelle als Führungsinstrument in einem Landkreis gehe zu großen Teilen verloren. Thomas Dörflinger machte deutlich, dass er eine weitere Zentralisierung von Leitstellen nicht befürworten kann: „Wir sprechen immer von Bürgernähe. Doch wenn es um Leben und Tod gehen kann, entfernt man sich immer weiter vom Ort des Geschehens. Das ist doch widersprüchlich.“

Im weiteren Verlauf des Gesprächs informierte das DRK über die anstehenden Bauprojekte. In Biberach, Erolzheim und Ochsenhausen werden derzeit neue Rettungswachen geplant. Bei allen Bauwerken machte das DRK deutlich, dass Förderrichtlinien des Landes nicht dem heutigen Stand der Technik entsprechen und dringend angepasst werden müssen. Thomas Dörflinger sicherte zu, sich für eine Aktualisierung der Richtlinie einzusetzen.

29. März 2017 23:37 Uhr. Alter: 1 Jahre